Herzrhythmusstörungen

Was sind Herzrhythmusstörungen?

 

Unser Herz schlägt für uns ein Leben lang – ohne jegliche Pause und in einem gleichmäßigen Rhythmus. Wenn die Herzschläge jedoch unregelmäßig, bzw. stark beschleunigt oder verlangsamt sind, spricht man von sogenannten Herzrhythmusstörungen. Wie wir alle wissen, schlägt das Herz manchmal schneller oder langsamer. Langsamer, wenn wir zum Beispiel schlafen oder schneller, wenn wir Sport machen. Das ist völlig normal. Von krankhaften Herzrhythmusstörungen spricht man erst, wenn sie häufiger auftreten, länger andauern oder besonders stark ausgeprägt sind.

 

 

Wie werden Herzrhythmusstörungen eingeteilt?

 

Es gibt viele verschiedene Formen von Herzrhythmusstörungen. Man unterscheidet zum Beispiel:

  • Zu langsame Herzschlagfolge (Bradykardie): < 50 / Min
  • Zu schnelle Herzschlagfolge (Tachykardie):   > 90 / Min
  • Extrasystolen: plötzliche Herzschläge außerhalb des regelmäßigen Grundrhythmus

Herzrhythmusstörungen werden außerdem nach ihrem Entstehungsort eingeteilt, d. h. ob sie im Vorhof oder in der Herzkammer entstehen.

 

 

Was sind die Ursachen von Herzrhythmusstörungen?

 

Herzrhythmusstörungen können entstehen, wenn der Ablauf der elektrischen Erregung im Herzen gestört ist. Normalerweise bestimmt dieses Erregungssystem die richtige Geschwindigkeit des Herzens. Für einen falschen Rhythmus gibt es viele verschiedene Ursachen. Am häufigsten kommen Herzrhythmusstörungen als Folge von Herzerkrankungen vor, z.B.:

Aber auch andere Erkrankungen außerhalb des Herzbereiches können unseren Herzschlag durcheinander bringen:

  • Schilddrüsenüber- und unterfunktion
  • Lungenerkrankung, z.B. Asthma bronchiale oder Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
  • Stress, übermäßiger Alkohol- oder Koffeingenuss, zu viel Aufregung und Anstrengung

 

Welche Symptome zeigt eine Herzrhythmusstörung?

 

Wenn das Herz so schnell schlägt, dass sich die Herzkammern nicht ausreichend mit Blut füllen oder es so langsam schlägt, dass nicht genügend Blut in den Kreislauf gelangt, werden Gehirn und Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Mögliche Beschwerden sind:

  • Herzklopfen oder Herzrasen
  • Ohnmacht
  • Schwindel
  • Vorrübergehende Seh- oder Sprachstörungen
  • Nervosität
  • Angst
  • Brustschmerzen
  • Verminderte körperliche Belastbarkeit