Brustkrebs

 

Die weibliche Brust

 

Die Brust enthält versorgende Nerven-, Blut- und Lymphgefäße. Die Lymphgefäße verlaufen als Lymphbahnen in Richtung Achselhöhlen. Sie sind regelmäßig von Lymphknoten unterbrochen, die normalerweise erbsengroß, weich und kaum tastbar sind.

 

Was ist Brustkrebs?

 

Brustkrebs, fachlich Mammakarzinom, bedeutet, dass sich ein bösartiger Tumor im Brustgewebe gebildet hat. Doch oftmals müssen spürbare Knoten in der Brust gar kein Brustkrebs sein. Der Großteil dieser tastbaren Geschwülste sind keine Tumoren, sondern gutartige Veränderungen wie flüssigkeitsgefüllte Zysten. Diese gutartigen Knoten gehen vom brusteigenen Fett- und Bindegewebe aus. Bösartige Tumore dagegen gehen von den Drüsenläppchen aus.

 

Brustkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Dabei steigt das Risiko mit zunehmenden Alter. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko, um ab ca. 70 Jahren wieder abzusinken.

 

Ursachen und Risikofaktoren für Brustkrebs

 

Bis heute kann man nicht sicher sagen, welche Ursachen Brustkrebs auslösen kann. Man kennt jedoch einige Faktoren, die das Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöhen. Die wichtigsten sind:

Alter: Die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken nimmt mit dem Alter zu.
Persönliche Vorbelastung: Hat der Krebs eine Brust befallen, erhöht sich das Risiko, dass er sich auch in der anderen Brust entwickelt.
Familiäre Vorbelastung: Wenn Mutter, Schwester oder Tochter Brustkrebs gehabt haben, ist das Brustkrebsrisiko wahrscheinlich erhöht.
Gewebedichte der Brust: Frauen mit weniger Fett und somit mehr Drüsen- und Bindegewebe haben ein erhöhtes Risiko an Brustkrebs zu erkranken.
Gynäkologische Vorgeschichte: Ob und wann Frauen ihre Kinder bekommen hat Einfluss auf das Brustkrebsrisiko. Frauen, bei denen die Menstruation früh und die Menopause spät einsetzt können ein erhöhtes Risiko haben.
weitere Risikofaktoren:    
Rauchen  Alkoholkonsum  fettreiche Ernährung

Anzeichen für Brustkrebs

 

Im frühen Krankheitsstadium bereitet Brustkrebs in der Regel keine Beschwerden. Es gibt aber einige Anzeichen, die auf eine Krebserkrankung hindeuten können. Wenn Ihnen Veränderungen an Ihrer Brust auffallen, müssen diese nicht gleich Brustkrebs bedeuten, aber scheuen Sie sich nicht einen Arzt aufzusuchen, um wirklich sicher zu gehen. Brustkrebs kann folgende Beschwerden verursachen:

 

  • Knoten oder Verhärtungen in der Brust, die vorher nicht zu ertasten waren
  • "dicke" tastbare Lymphknoten in der Achselhöhle, die vorher nicht bestanden und nicht durch eine andere Erkrankung bedingt sind
  • Veränderung von Aussehen der Brust und der Brustwarze z.B. Veränderung von Größe und Form, Einziehung der Brustwarze
  • Hautauffälligkeiten z.B. nicht abklingende Rötungen und Schuppen der Haut, eine bestimmte Stelle der Brust scheint grübchenartig eingezogen ("Orangenhaut")
  • Austreten von rötlich-braunem Sekret aus einer der Brustwarzen