Magenkrebs

Der Magen

 

Der Magen ist ein wichtiges Organ bei der Verdauung unserer Nahrung. Am oberen Ende mündet die Speiseröhre am Mageneingang ein, der Hauptkörper des Magens wird in Magenfundus und Magenkörper eingeteilt und am unteren Ende, dem sogenannten Pförtner, geht der Magen in den Dünndarm über.

 

Unser Magen hat die Aufgabe, die aufgenommene Nahrung mit Hilfe des Magensaftes zu einem Speisebrei zu zerkleinern, diesen für einige Zeit zu speichern und dann schubweise in den Dünndarm abzugeben.

 

Die notwendige Magensäure wird in der Magenschleimhaut, der innersten Schicht des Magens, produziert. Dort befinden sich zahlreiche Drüsen, die einerseits die Magensäure und bestimmte Verdauungssekrete, und zum anderen Magenschleim produzieren. Dieser Schleim kleidet die Schleimhaut als eine Art Schutzschicht aus und schirmt sie so vor den Verdauungssekreten des Magens ab.

 

Was ist Magenkrebs?

 

Als Magenkrebs bezeichnet man bösartige Gewebeneubildungen, die von der Schleimhaut des Magens ausgehen. Zum größten Teil entstehen sie dort im Drüsengewebe der Schleimhaut. In seltenen Fällen kann der Tumor auch von lymphatischen Gewebe (MALT-Lymphom) oder vom Binde- und Muskelgewebe des Magens (Sarkom) ausgehen.

 

Ursachen und Risikofaktoren von Magenkrebs

 

Es ist nicht eindeutig geklärt, warum Magenkrebs entstehen kann. Es sind jedoch einige Faktoren bekannt, die das Entstehungsrisiko begünstigen.

 

Ernährung: Ein häufiges Verzehren stark gesalzener und gepökelter Speisen, geräuchertes oder gegrilltes Fleich sowie ein seltener Konsum von frischem Obst und Gemüse erhöhen das Magenkrebsrisiko.
Vorerkrankung des Magens: Bestimmte Vorerkrankungen und Infektionen können die Entstehung von Magenkrebs fördern. Ein erhöhtes Risiko liegt zum Beispiel bei (chronischen) Entzündungen der Magenschleimhaut vor, die mit einer Helicobacter pylori-Infektion verknüpft sind. Auch Magenpolypen (gutartige Wucherungen der Magenschleimhaut) können das Magenkrebsrisiko erhöhen.
Rauchen und Alkoholkonsum: Rauchen gilt als Risikofaktor für Magenkrebs, denn im Rauch befinden sich krebserregende Stoffe, die sich im Speichel lösen und so in den Magen gelangen. Auch ein übermäßiger Alkoholkonsum erhöht das Magenkrebsrisiko indem er häufig chronische Veränderungen der Magenschleimhaut bedingt.
Genetische Veranlagung: Es gibt Familien, in denen häufig Magenkrebs auftritt. Person, in deren Familie Magenkrebs schon einmal aufgetreten ist, haben daher ein erhöhtes Risiko.

Anzeichen für Magenkrebs

 

Magenkrebs verursacht erst spät Beschwerden. Zu Beginn des Tumorwachstums treten meist keine oder nur unspezifische Symptome auf, sodass die Erkrankung bei vielen Patienten lange unerkannt bleiben. Folgende Symptome können auf Magenkrebs hindeuten:

 

  • Schmerzen und Druck- oder Völlegefühl im Oberbauch
  • Schluckbeschwerden
  • Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen - auch Bluterbrechen
  • Neu auftretende Unverträglichkeiten und plötzliche Abneigung früher gern verzehrter Speisen
  • Blutarmut
  • Ungewollter Gewichtsverlust, Leistungsminderung, Müdigkeit