Prostatakrebs

Die Prostata

 

Die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, gehört zu den inneren Geschlechtsorganen des Mannes. Üblicherweise ist sie kastaniengroß, liegt unterhalb der Harnblase und umschließt den obersten Teil der Harnröhre. An der Rückseite grenzt sie an den Enddarm, sodass man sie durch das Rektum ertasten kann. Die Prostata besteht aus zahlreichen Drüsen, Binde- und Muskelgewebe und wird von einer Bindegewebskapsel umschlossen. Neben den Hoden und den Samenbläschen ist auch die Prostata an der Spermaproduktion beteiligt. Sie produziert ein milchiges Sekret, das sich mit den Samenzellen vermischt. Diese Flüssigkeit ist für die Fortbewegung der Spermien wichtig.

 

Was ist Prostatakrebs?

 

Ein bösartiger Tumor in der Prostata wird als Prostatakrebs bezeichnet. In den meisten Fällen entsteht ein solcher Tumor in den äußeren Prostatadrüsen. Charakteristisch für Prostatakrebs ist die Ausbreitung über die Prostata hinaus entlang der Nervenfaser in Lymphbahnen und Knochen.

 

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung von Männern in Deutschland. Hinter Lungen- und Darmkrebs steht diese Krebsart an dritter Stelle der zum Tode führenden Krebserkrankungen.

 

Ursachen und Risikofaktoren für Prostatakrebs

 

Die Ursachen von Prostatkrebs sind bisher noch weitgehend unbekannt. Man kennt jedoch bestimmte Faktoren, die das Risiko einer Prostatakrebserkrankung erhöhen:

Alter: Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor für das Auftreten von Prostatkrebs. Der Großteil der Männer, die an Prostatakrebs erkranken, ist über 60 Jahre alt.
Veranlagung: Männer, in deren Familie, vor allem Verwandte ersten Grades (Vater, Bruder, Sohn), an Prostatakrebs erkrankt sind, haben ebenfalls ein erhöhtes Erkrankungsrisiko. Je mehr Familienangehörige erkrankt sind, umso mehr steigt das Risiko für männliche Verwandte an Prostatakrebs zu erkranken.
Hormone: Die Rolle von Hormonen bei der Entstehung von Prostatakrebs ist noch nicht gänzlich geklärt. Man weiß aber, dass das Geschlechtshormon Testosteron an dieser Entstehung beteiligt ist. Testosteron steuert das Wachstum und die Funktion der Prostata, es fördert dementsprechend aber auch das Wachstum von Prostatakrebszellen.

Anzeichen für Prostatakrebs

 

Die Beschwerden bei Prostatakrebs treten meist erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Zu diesem Zeitpunkt ist der Tumor bereits so groß, dass er auf die Harnröhre übergreift oder schon Metastasen gebildet hat. Folgende Symptome können auftreten:

 

  • Vermehrter und besonders nächtlicher Harndrang
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen
  • Schwacher oder unterbrochener Harnfluss
  • Schmerzen beim Samenerguss
  • Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit
  • Schmerzen im Bereich der Prostata
  • Erektionsprobleme
  • Schmerzen im unteren Rückenbereich